Die Gründungsversammlung fand am 20. November 1928 im gelben Saal des Volkshauses statt. Die Gründungsmitglieder waren damals: Hermann Bürgin, Willi Bruder, Hans Dätwyler, Karl Gröbli, Hans Gröflin, Hans Kühne, Willi Kurrus, Walter Meier, August Schaub, Alfred Schniepper und Ernst Vogt.

Nachdem fast alle Basler Vereine, aus meist politischen Gründen, aus dem SATUS ausgeschlossen wurden, wurde der ATV Basel Neue Sektion, eilig von ein paar SP Leuten gegründet, um die Fahnen des SATUS in Basel hochzuhalten.
Bei der Gründung waren die Regierungsräte Dr. Gustav Wenk und Dr. Fritz Hauser, sowie die Nationalräte Friedrich Schneider, Ernst Herzog und Fritz Brechbühl anwesend. Ebenso viele sozialdemokratische Grossräte, an ihrer Spitze Robert Thamisch und Hans Portmann.
Als Vertreter der Geschäftsleitung des SATSV war Dr. Steinemann (Zentralpräsident) aus Bern anwesend.
An der Gründungsversammlung konnten 60 Mitglieder, 34 Grossräte und 2 Regierungsräte aufgenommen werden. Als Präsident wurde Adolf Portmann gewählt.

Bereits an der ersten Generalversammlung am 1. März 1929 konnten 160 Mitglieder begrüsst werden. An dieser Versammlung wurde dann auch der dringend notwendige Schulterschluss zwischen SP und Gewerkschaftskartell vollzogen. Somit konnte der Verein finanziell bestehen und wurde von den Behörden anerkannt.

Da man schon damals wusste, man würde im Jahre 1930 am Satusturnfest in Aarau teilnehmen, gingen beherzte Turnerinnen an die Arbeit, eine Fahne selber zu nähen. So entstand die erste Fahne, damals Sturmfahne genannt. Sie wurde an einem Inspektionsturntag auf dem Satusgrund unserem Fähnrich übergeben.
1945 wurde an der Vereinsversammlung die Anschaffung einer neuen Fahne beschlossen, welche 1946 wieder auf dem Satusgrund dem Fähnrich übergeben wurde.

Am 21. Februar 1931 fand zum ersten Mal ein Bunter Abend im Volkshaus statt. Dieser Anlass, welcher am Samstag vor der Fasnacht statt fand, war schnell Gesprächsthema in der Stadt. Unter der Leitung von Edi Schütz wurde 30-mal ein toller Abend mit viel Einsatz und Engagement  organisiert. Bis zu 90 Mitglieder zeigten an diesen Abenden bis zu 25 Nummern, welche in feiner Arbeit geübt und einstudiert wurden. Musik und Tanz rundeten diese Abende ab. Aus finanziellen, wie auch aus zeitlichen Gründen, fiel der Vorhang zum letzten Bunten Abend 1965. Die Vorbereitungen für die Vorführungen waren so intensiv, dass der normale Trainingsalltag darunter gelitten hatte.

Bei allen Verbands- und Kreisfesten war unser Verein mit ca. 25 Turnerinnen und Turner vertreten. Anfänglich im Kunst- und Nationalturnen, sowie in der Leichtathletik, später beim Faustball, Allgemeinen Vorführungen oder in gemischter Gymnastik.

 

Sogar bis ins benachbarte Elsass, nach Gruebwilen, wurden Turnerinnen und Turner entsannt.
An diesem Sportfest wurde am Barren und am Pferd geturnt und unsere Handballmannschaft spielte auf dem grossen Feld gegen Saarbrücken. Darauf folgten immer wieder Teilnahmen an Festen in Frankreich, so zum Beispiel in Colmar oder Strassbourg.

Auf zahlreichen Turnfahrten wurde die Geselligkeit in der Neuen Sektion gepflegt. Sie fanden in den verschiedensten Regionen der Schweiz statt. Auf dem Chasseral 1937, auf dem Weissenstein 1939 oder in Prés-d’Orvin 1955.

 

    

Die Aktivitäten im Jubiläumsjahr 1978.

14. Januar                    Männerriegenbummel
28. Januar                    Ordentliche Generalversammlung Sportplatzrestaurant Satusgrund
April – Juni                   Handball Sommermeisterschaft
Mai – September        Faustballmeisterschaft
Anfang Mai                  Informationsversammlung

                                       (Handballturnier Jubiläumsveranstaltung)
13 – 15 Mai                   Pfingstausflug Klewenalp
10.711. Juni                  12. Internationales Hand- und Faustballturnier des

                                       ATV Basel Neue Sektion auf dem Satusgrund
August/September     Besuch verschiedener Handballturniere im In- und Ausland
16. September             NS – Jubiläumsbummel
2. Dezember                Gründungsfeier im Stadtcasiono
16. Dezember              Waldweihnacht unter dem Patronat der Frauenriege.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jubiläumsveranstaltung am 2. Dezember 1978 im Stadtcasino wurde ein riesiger Erfolg.
Am Anfang dieser Jubiläumsveranstaltung wurden Ehrungen durchgeführt und ein ganz spezieller Höhepunkt war die Fahnenweihe. Nach 32 Jahren wurde 1974 der Ruf nach einer neuen Fahne laut. Und so konnte sie am Jubiläumsabend dem Präsidenten  Fredy Schütz durch Edi Schütz übergeben werden.
400 Personen hatten den Weg zu diesem Jubiläumsabend gefunden. Dieser Abend begeisterte die Mitglieder mit einem Mix aus allerlei turnerischen und auch komödiantischen Höhepunkten. So wurden z.B. Gymnastische Übungen gezeigt, es spielten die mexikanischen Mundharmonika-Spieler und es wurde auf der Bühne sogar Motorrad gefahren.

Mit viel Einsatz und Enthusiasmus waren die einzelnen Riegen dabei.
Es wurde jedes Mal viel Zeit in die Vorbereitung dieser Verbandsfeste gesteckt. Sei es, um bei den verschieden Übungen eine gute Figur abzugeben, oder in den Ballsportarten möglichst viele Tore oder Punkte zu erzielen.

  

Bei vielen Kantonalen Turnfesten, sei es vom KV Basel oder KV Bern waren wir dabei, und immer wieder stellte sich die Neue Sektion zur Verfügung, selber solche Anlässe zu Organisieren. Sei es ein KV Sporttag beider Basel oder ein Interkantonaler Jugendriegetag.

All diese Anlässe wurden dank der Hilfe unzähliger Helfer zum Erfolg.

Auch privat wurde viel gemeinsam unternommen.
Pfingstlager, Waldweihnacht, Zusammensein auf dem Satusgrund oder Grillieren an der G 80. Die Geselligkeit hatte immer einen grossen Stellenwert.
Und immer wieder zogen Riegen auf ihren jährlichen Bummel Reisen, auch genannt Turnfahrt, in die weite Welt hinaus. Mal in Deutschland, mal in Frankreich oder Italien. Auf der halben Welt waren die Vertreter der Neuen Sektion anzutreffen. Viele Berichte in unserem Splitter beschreiben die Vielfalt an Ideen und Gedanken, die sich die jeweiligen Organisatoren haben einfallen lassen.
Apropos Splitter. Die erste Ausgabe unseres Cluborgans erschien im Juni 1977. Seit dieser Zeit werden wir 4-mal im Jahr von einer neuen Folge des Splitter überrascht.
Viele Redakteure haben ihre Berichte in diesem Heft veröffentlicht. Meistens waren es freundliche, nur manchmal auch ein bisschen böse Berichte, die uns die Lage in den Riegen und rund um den Vorstand aufzeigten.
In der Anfangszeit war es Peter Graf, der sich das Layout für den Splitter ausgedacht und umgesetzt hat. Später war die Splitterredaktion in Reinach bei Lisbeth und Werner Schütz. Und heute wird der Splitter professionell von Thomas Zoller betreut.

 

 

 

 

 

 

 

Autor: Th. Zoller

Vereinsgeschichte

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